E-Sports Durchbruch endlich mit 5G?

11.01.2021 15:57

Corona hat dazu geführt, dass der E-Sport endlich anerkannt wird. Auch wenn sich viele alteingesessene Vereine noch damit schwertun und die deutsche Politik mit sich hadert, ist schon jetzt klar, dass der E-Sport die Zukunft sein wird. Fußballer, live auf dem Feld, dürfte es in 15 Jahren nicht mehr geben. Doch neben der politischen und rechtlichen Anerkennung gibt es noch ein anderes Problem, was häufig auf vielen Events auftritt. Ein Problem, das eigentlich jeder von uns kennt. Es geht ums Internet. Wer Gaming und E-Sport betreibt, braucht ein schnelles und stabiles Netz.

 Obwohl wir im Jahr 2021 leben, gibt es in Deutschland überall Nachholbedarf. 5G ist der neue Standard, der alles verändern soll, aber noch längst nicht ausgebaut ist. Zudem fehlen die Endgeräte. Vom Smartphone bis zum Router. Was für die Wirtschaft und für die autonom fahrenden Autos die Zukunft ist, ist ebenfalls für den E-Sports ein Segen. Denn ohne diesen neuen Mobilfunkstandard geht es nicht.

Live-Turnier mit 5G

Das hört sich nach einer Zukunftsmelodie an, bedenkt man, wie langsam die bürokratischen Mühlen und Ausbauwege in Deutschland sind. Dennoch gab es diese Premiere bereits 2019 bei einem E-Sports Turnier.  Dabei suchte Vodafone mit seiner 5G ESL Mobile Open die besten Smartphone Spieler. Die Finalrunde fand in Mailand statt. Highlight war das ECHTE 5G Netz, das viele von uns nur aus der Werbung kennen.

Wettbewerbsfähige E-Sports Formate kann es künftig nur mit 5G geben. Darüber sind wir uns alle einig. Die Vodafone Meisterschaft zeigte das vom 31. Mai bis zu m 29. September 2019.

Warum 5G für den E-Sport so wichtig ist

Wer sich begeistert für den E-Sport interessiert und vielleicht sogar selbst einer Mannschaft angehört, kennt das Problem mit den schlechten Internetverbindungen. 5G soll nicht nur stabiler, sondern auch schneller sein. Dadurch kommt es eben nicht nur zu hohen Geschwindigkeiten, sondern eben auch zu einer besonders niedrigen Latenz.

Bis der Ausbau aber fast flächendeckend erfolgt ist, dürften noch einige Jahre vergehen. Der erste 5G Mast, den Vodafone aufgebaut hat, befand sich Ende 2019 in Aldenhoven.

Gelegenheitsspieler brauchen künftig auch keine komplexe und vor allem teure Hardware. Gamer-Handys oder PCs gehören dann der Vergangenheit an. Die Spiele befinden sich direkt in einer Cloud und können im Live-Streaming über 5G ruckelfrei auch auf günstigen Endgeräten genutzt werden. Das wird den E-Sports noch einmal deutlich beflügeln. Ganz wichtig in dieser Kombination ist natürlich auch, das unabhängig von der Plattform gespielt werden kann. Also, egal ob Windows, Mac, Tablet oder Smartphone.

Die reaktionsschnelle Datenübertragung ist wohl gerade im E-Sports der größte Vorteil. Immerhin entscheiden Millisekunden über Sieg oder Niederlage. Übertragungsraten bis zu 10.000 Mbit/s sind möglich. Die Latenz bewegt sich in Echtzeit. Bei 4G hatten wir teilweise Latzenz-Zeiten von 2 – 3 Sekunden, die zu einer deutlichen Verzögerung führen konnten.

Gesamte Spielindustrie wartet sehnsüchtig auf neuen Standard

Das der Ausbau so schleppen voran kommt, liegt nicht nur an Corona, sondern vielmehr an den bürokratischen Wegen und den Einsprüchen durch Bürgerbewegungen. Für die gesamte Spielindustrie, wozu übrigens auch das Glücksspiel gehört, wird 5G eine neue Ära einleiten. 5G-Technologie revolutioniert das Erlebnis im Online-Casino, wie JackpotCity mitteilt. Immerhin laufen auf den Slots Microgames, die teilweise hohe Ansprüche an die Hardware stellen. Mit 5G, so JackpotCity, und in Verbindung mit der Cloud, ist das Spielvergnügen künftig grenzenlos. Genau diese Ansätze lassen sich auch auf den E-Sport übertragen, allerdings müssen wir noch einige Jahre warten.

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Redaktion escene.de

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